Eine SMS besteht nicht aus 140 Zeichen!

In letzter Zeit wird der Micro-Blogging Dienst Twitter immer mit dem SMS Dienst der zahlreichen Mobilfunkanbieter verglichen. Hierzulande wird Twitter nur von irgendwelchen Internet-Junkies verwendet, die die ganze Zeit am Rechner sitzen und sonst keine Möglichkeit sehen sich mit anderen Leuten zu unterhalten. Daher ist die Aussage, dass Twitter das SMS Netz in einer finalen Schlacht besiegen wird, ganz und gar Falsch. Twitter wird nie in Deutschland den SMS Dienst ablösen können, da die Datentarife für Mobiltelefone hier teurer sind als beispielsweise in New York. Darum ist es für den Deutschen eher ein Ort wo Personen aufeinander treffen die irgendwie mit dem Internet verheiratet sind.

Habt ihr schon einmal versucht einen vegetarischen Bauern zu überreden, dass er doch mal Schweine züchten könnte oder eine Person die kaum im Internet ist dazu zu bringen sich auf Twitter anzumelden? Oder Beides ist sehr aussichtslos. Ich habe es und ich habe versagt. Es hat überhaupt keinen Sinn Leute ohne dauerhafter Internetanbindung an ein Dienst zu binden der ohne dauerhafter Internetanbindung keinen Sinn macht. Vergleichbar ist dies mit dem Kauf eines Schlauchbootes, obwohl man Angst vor größeren Wassermengen hat. Aber dennoch: Es melden sich tatsächlich ab und an Leute freiwillig auf solchen Diensten an, die das Internet mehr als Werkzeug oder Informationsquelle sehen und nicht als universeller Lebensersatz.

Diese Personen haben durchschnittlich 35 Jahre auf dem Buckel, 2,3 Kinder und keine männlichen Geschlechtsmerkmale. Die Rede ist hier von Hausfrauen die immer wissen wollen was die Prominenten machen. Denn Klatsch ist das einzige was eine Hausfrau von der täglichen langweiligen Hausarbeit abhalten kann. Denn eine durchschnittliche Hausfrau hat das Interesse an sonstigen Themen schon lange verloren. Die Medien sind an diesem Hype überhaupt nicht Unschuldig. Sie bringen Hausfrauen dazu sich auf Twitter anzumelden, nur damit diese noch schneller Informationen über Prominenten erhalten. Fernsehsender und Zeitungen haben keine Angst, dass sie dadurch Kunden verlieren, da nicht alles auf Twitter veröffentlicht wird. In einer SMS würde man so viele Leute nicht erreichen können.

Viele Nutzer fragen sich auch Anfangs, warum Sie überhaupt Informationen auf Twitter preisgeben sollen. Man könnte doch auch einfach ein normales Diskussionsforum verwenden oder Notfalls auch Telefonketten. Nur der Teufel selbst weiß, was Twitter für Vorteile bringt. Der Teufel ist in diesem Fall die Marketing Industrie. Kunden kann man günstiger über das Internet erreichen, als allen Kunden immer SMS zu senden. Deshalb sind viele „Marketing-Profis“ auf Twitter unterwegs und hoffen auf Idioten die einem Folgen, obwohl man wirklich nur unnötige Informationen von diesen „Profis“ erhält. Man müsste eine „Bitte keine Werbung einwerfen“-Sticker für Twitter erfinden, dann hätte man auch endlich seine Ruhe.

Abschließend lässt sich sagen, dass bei Twitter nur Internet-Junkies, Hausfrauen und selbst ernannte „Marketing-Profis“ aufzufinden sind und eine SMS besteht nicht aus 140 Zeichen!

Marvin T. Rabe

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1 Kommentar zu “Eine SMS besteht nicht aus 140 Zeichen!”

  1. Wohl war, Twitter ist ein Teufelszeug. :D

    Mütter und Hausfrauen oder generell etwas ältere Menschen, beizubringen was Twitter ist und warum man das haben sollte, halte ich für Sinnlos. Zum einen weil diese Menschen andere Interessen habe und zum anderen zu wenig mit dem Medium Computer und Internet am Hut haben. Zumindest bei den Meisten ist das so, meiner Meinung nach.

    Man könnte ja mal das Statistische Bundesamt danach fragen, ob die aktuelle statistische Erhebungen dazu haben.

    Darüber hinaus ist Twitter auch nur ein Hype von vielen, der sich etwas länger hält und von einer kleinen Gefolgschaft genutzt wird die mehr oder minder mit dem Internet verheiratet sind. Twitter nutzen und Social Networks, aber was gegen Vorratsdatenspeicherung haben. ;)

    nastorseriessix 26. August 2009 »

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