SPD spielt Killerspiele

Sep 24 2009

Am gestrigen Abend fand in Delmenhorst eine Veranstaltung der SPD statt. Ziel der Veranstaltung war, unwissende über Killerspiele aufzuklären. Die Aktion der SPD fand kaum Beachtung in der Bevölkerung, genau so wie die Politik der SPD. Anwesend waren SPD Mitglieder, ein Piratenpartei Miglied und ein Verkäufer von Computerspielen.

Killerspiele sind böse

Killerspiele sind böse

Der Abend ging schon gut los. Bei dem Vortrag hat man sich bereits gefragt, warum man die Referenten überhaupt benötigt. Insgesamt wurden ca 20 Minuten lang nur Videos gezeigt, die die Sachverhalte erklären. Kurz am Anfang nur eine kurze Definition und der Vergleich mit der Sportart Paintball. Der Vortrag war allerdings nicht Contra-Killerspiele, sondern eindeutig dafür.

Lässt sich auch leicht erklären, wieso es keine Hasstyrade gegen die Spiele war: Die Referenten spielten die Computerspiele selbst oder verkauften diese. Das Piratenpartei Mitglied, war nur dazu da um eventuelle Falschaussagen richtig zu stellen.

Bei der anschließenden Diskussionen kam Stimmung auf. Die SPD spaltete sich in mehrere Fraktionen und das Piratenmitglied wurde als Idiot hingestellt, weil es den nachträglichen Verbot von Spielen als Werbung für das Spiel ansieht und deswegen die Zahlen der Verkäufe hochschnellen. Es wurde damit argumentiert, dass der Hersteller sowas doch nicht will. Allerdings lässt sich sagen, dass Spiele die keiner kennt durch Sperrmitteilungen umgehende populärer werden und bevor man die Spiele in Deutschland nicht mehr bekommt, dann doch lieber direkt kaufen soll. Dem Herrsteller wäre es natürlich auch lieber, dass es das Spiel weiterhin zum verkauf gibt. Es ist auch nicht die Absicht des Herrstellers die Spiele so zu gestallten, dass sie gesperrt werden. Keiner kauft Spiele weil sie verboten sind, höchstens weil der Inhalt der Spiele sehr interessant ist. Kinderpornos sind auch nicht interessanter, weil sie verboten sind.

Als dann eine Frau der SPD die bösen Schützenvereinen ansprach, gab es direkt böse blicke von altbackenen SPD Mitglieder. Man könne ja nicht die Schützenvereine mit in den Dreck ziehen, da man sich dort Sozial und Sportlich betätigt. Sozial betätigen tut man sich auch in Computerspieler Gemeinschaften und so sportlich sind die Schützenvereinsmitglieder wahrscheinlich auch nicht.

Ein sehr amüsanter Abend und auch unerwartet vernünfigte Aussagen, leider fand ich als Mitglied der Piratenpartei die Aussagen der Alten etwas unpassend und dreist. Vielen dank nochmal an die Referenten.

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