Ich fliege NICHT nach München

Nov 19 2009

Heute berichten fast alle Nachrichtenportale, dass die Profile in Sozialen Netzwerken meist die wahre Identität der Nutzer widerspiegeln. Leider zählen meine Profile auch zu den ehrlichen Profilen und wollte einfach mal bei Twitter testen, was passiert, wenn ich einfach mal „nach München fliege“.

Natürlich bin ich nicht wirklich nach München geflogen, sondern habe mir das Szenario gerade ausgedacht und auf Twitter veröffentlicht. War eigentlich auch nicht sehr realistisch, da Handy und Flugzeug nicht wirklich kompatibel miteinander sind. Wäre so als würde man versuchen ein Video auf eine Scheibe Toast mit dem eigenen Rekorder aufnehmen wollen.

Sitze gerade im Flugzeug nach München. Der Typ vor mir hört laute Musik -.-

Das war die Nachricht mit der ich viele meiner Twitter Nutzer aus den Schlaf geweckt habe. Plötzlich kamen viele Nachrichten bei mir angeflogen in denen die Nutzer fragten, weshalb ich nach München fliege und auch Tipps wie ich den Typ vor mir dazu bringen könnte die Musik leiser zu machen.

Dieses kleine Selbstexperiment – was eigentlich keines werden sollte ;-) – zeigt deutlich, dass viele der Nutzer mittlerweile denken, dass alle Informationen auf Sozialen Netzwerken real sind.

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4 Leserbriefe

  1. naja, das ist halt eine Community. Und wenn jemand mal was sagt, dann antworten auch andere drauf, ob das nun aus Höflichkeit ist oder was auch immer. Man erkennt ja nicht ob das, was geschrieben wird, auch echt gemeint ist, weil es ja eben nur text ist…

  2. Marvin T. Rabe

    @ Michael: Vorher hat sich noch keiner so stark für mich interessiert xD…

  3. Egal was du schreibst, du wirst vielleicht ne Antwort bekommen. Bei den Alltäglichkeiten, wirst du am meisten angeschrieben.

    Und natürlich “glauben” sie, das es stimmt. Sie können es ja auch schwer herausfinden? Vor allem wenn einer schon mehr als 10 Leuten folgt. :D

  4. Man darf sich eben bei einem neuen Medium keine Illusionen machen und es glorifizieren, weil es neu und toll ist. Jeder kann überall Mist erzählen.
    Der Name “Twitter” deutet ja schon ein bißchen darauf hin, was man davon erwarten kann, und ich hatte es schonmal als “Online-Gerüchteplattform” beschrieben, weil dessen Wert bereits von Geheimdiensten für die Informationskriegsführung erkannt wurde.
    Es ist nur eine andere Form der Kommunikation – FORM.
    In diesem Sinne sollte man auch nicht der Illusion erliegen, die Bloggergemeinde würde ‘natürlich’ nicht die gleiche Entwicklung erleben wie die Konzernmedien. Guckt doch, wie schon Abhängigkeiten durch Werbesysteme aufgebaut werden. In einigen Jahren wird es wahrscheinlich groß aufgebauschte ‘namhafte’ Blogger geben, von Großkonzernen mit allen nötigen aufmerksamkeitsfördernden Mitteln ausgestattet, und diese werden dann dem Durchschnittsträgen als Startseite aufgedrängt.
    Es ist wie mit Sicherheitssystemen: Keines kann 100% sicher sein und es ist alles nur eine Frage der Zeit. Systemgläubigkeit bringt nichts; Man muß die Probleme an der Quelle lösen.

    Das wollte ich nur mal kurz anmerken. *G*

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