Robert Enke – Geld machen ist so einfach

Wusstet ihr schon, dass Robert Enke tot ist? Bestimmt wisst ihr es und vielleicht gehen euch schon die vielen inhaltlich gleichen Berichte aus den Medien auf den Sack. Schon an dem Abend seines Todes haben viele Blogger darüber berichtet und mein Feed-Reader war schon voll mit den Neuigkeiten.

Robert Enke

Robert Enke

Jede Zeitung, fast jeder Blog und jede Nachrichtensendung hat darüber berichtet. Viele Worte wurden schon über den Tod verfasst und heute fand die Trauerfeier in Hannover statt .Viele Fußballfans pilgerten in ewiger Trauer in die Landeshauptstadt von Niedersachsen. Vielleicht wird es ab morgen weniger mit der Berichterstattung. Selbst Mitglieder der Piratenpartei waren da, allerdings hauptsächlich nur wegen des Landesparteitages. Mit Robert Enke wird momentan viel Geld gemacht und Hannover hat erkannt, dass man damit den Tourismus für paar Tage etwas stärken kann. Einfach eine Trauerfeier abhalten und schon kommen viele die Robert Enke nicht persönlich kannten nach Hannover um sich das Spektakel ansehen zu können.

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Auch die Bild-Zeitung nutzt den Tod von Robert Enke gewinnbringend. Zum einen damit Leser die Zeitung kaufen, andererseits damit die Bild noch mehr Geld durch Todesanzeigen kassieren kann. Die Bildzeitung hat eine Google Adwords Kampagne gestartet, in der sie die Todesanzeigen der Bildzeitung etwas stärker ins Licht rückt.

Ich kann auch nicht verstehen, warum überhaupt Leute die Robert Enke persönlich nicht kannten um ihn trauern. Er war wahrscheinlich ein guter Fußballspieler und war auch nicht so unsympathisch wie Oliver Kahn. Allerdings würde ich persönlich nie um eine Person trauern die ich nicht kenne. Es ist schade und auch tragisch, aber ich empfinde bei diesem Thema überhaupt keine Trauer.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Was haltet ihr von dem Medien-Zirkus um Robert Enke? Seid ihr stark davon betroffen?

Marvin T. Rabe

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8 Kommentare zu “Robert Enke – Geld machen ist so einfach”

  1. Ich interessiere mich gar nicht für Fußball. Allerdings für den Umgang der Krankheit Depression und dem Thema Suizid. Bin ja selbst Betroffener/Überlebender. Nein, trauern tue ich nicht. Höchstens über den ganzen Unverstand, der da zu Tage tritt. http://mug.im/ckkx zB.

    Kranker Pfleger 15. November 2009 »
  2. Oh, ging ja um den Zirkus: Da ich kein Fern gucke und Zeitung sehr selektiv lese (Qualitätsblatt SZ) ist das bei mir wenig dominant.

    Kranker Pfleger 15. November 2009 »
  3. @ Kranker Pfleger: Wenn du “Mainstream”-Nachrichten dir ansiehst/liest, dann wird das Thema tausendfach wiederholt. Ich bin davon schon sehr genervt.

    Marvin T. Rabe 15. November 2009 »
  4. Nun weiche ich dem Mainstream recht erfolgreich aus. Aber das Radio…. die Blogosphäre (incl meiner selbst)…

    Kranker Pfleger 15. November 2009 »
  5. Finde es mittlerweile auch nervig, dass die gesamte Zeit über Robert Enke berichtet wird.

    Kathi 15. November 2009 »
  6. Alle trauern um Enke, ‘fühlen mit dessen Familie’. Keinem kommt Enkes maßlose Rücksichtslosigkeit in den Sinn: Da sind doch noch der Lokführer und die Leute, welche seine Körperteile von den Schienen kratzen mussten. Ich meine, dass Enke den nichtsahnenden Lokführer auf ekligste Art und Weise missbraucht hat. Es gäbe doch wahrhaftig ‘bessere’ Möglichkeiten, sich selbst um die Ecke zu bringen!

    Felix C. Studer 16. November 2009 »
  7. Ich fands schon schade. Auch ich kannte Robert Enke nicht persönlich. Dennoch war er ein super Sportler, ein sympatischer Mensch und ein Mensch der sich für andere Dinge einsetzte.

    Thomas 16. November 2009 »
  8. Ich habe erst jetzt gesehen, dass mein Beitrag auch von Dir verlinkt worden ist.

    Danke !

    tweet_addiction 26. November 2009 »

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