Testbericht: Ubuntu 9.10

Nov 11 2009

Vor langer langer Zeit berichtete ich über das neue Windows 7 und war erstaunt, dass alles so gut liefe. Doch kurz nach dem Release von Windows 7 ist dann auch Ubuntu 9.10 erschienen. Ich hatte 2005 meine erste Ubuntu Version installiert (5.10) und hatte noch nie lange ein Ubuntu-System in Betrieb, weil mir immer bestimmte Funktionen gefehlt hatten. Doch mittlerweile bin ich mit Ubuntu wesentlich glücklicher als mit Windows.

Die neuen Ordner Symbole

Die neuen Ordner Symbole

Was mir direkt sehr positiv ins Auge gefallen ist, dass bei Ubuntu 9.10: Die neuen Icons, mehr als 2 Wallpaper und verschiedene Signaltöne. Die Icons wirken jetzt nicht mehr so kindlich / glasig sondern eher professionell. So werden MP3-Dateien nicht mehr nur als Note dargestellt, sondern als ein Blattpapier mit einer Note und der Aufschrift „MP3“. Endlich sind auch viele viele Wallpaper dabei. Bei früheren Versionen waren immer maximal 2 zur Auswahl und auch andere Signaltöne waren damals nicht mitgeliefert.

Außerdem ist sehr positiv, dass meine gesamte Hardware nun bedingungslos funktioniert. So kann ich mittlerweile auch problemlos Bluetooth nutzen, ohne das ich die Hardware immer vorher aus machen muss bevor ich die Geräte ordentlich verwenden kann. Sonst war es immer so: War kurz unter Windows und habe wieder zu Ubuntu 9.04 gewechselt und musste meine Maus immer kurz ausschalten, damit ich diese auch unter Ubuntu 9.04 nutzen konnte. Meine Idee! ;-)

Der neue Pidgin-Ersatz ist mies. Ich hatte das Programm kurz getestet und dann direkt durch Pidgin ersetzt, da Pidgin optisch auch einiges hermacht und außerdem werden von dem Pidgin-Ersatz nicht alle Funktionen angeboten die ich benötige.

Ubuntu One ist da. Mit Ubuntu One kann man Dateien von seinem Rechner auf einem von Canonical bereitgestellten Server übertragen. Das habe ich direkt dazu ausgenutzt, um immer mein Einstellungen von Firefox, Pidgin & Evolution sicher zu haben. Selbst wenn mein System morgen nicht mehr funktionieren würde, könnte ich immer noch Zugriff auf meine Firefox, Pidgin & Evolution Einstellungen haben. Also ein perfekter Backup Dienst!

Ubuntu Software Center

Ubuntu Software Center

Das neue Softwarecenter ist schlecht. Als Power-User geht es schneller den Namen eines Programmes + den passenden Befehl in eine Konsole zu kloppen, als das gewünschte Programm dort zu suchen. Wenn ich mehrere Programme auf einmal installieren wollen würde, dann müsste ich sehr sehr oft herum klicken. Viele Funktionen die geplant waren wurden leider auch nicht umgesetzt.

Fazit: Super Betriebssystem für Personen die auf eine sichere und flexible Umgebung wert legen. Wer nicht auf sein Microsoft Office Word verzichten kann, der sollte doch lieber bei Windows bleiben. Aber alle anderen die kein Problem damit haben sich ein bisschen in alternative Programme hinein zuarbeiten werden mit Ubuntu 9.10 keinerlei Probleme haben. Ich nutze mittlerweile Ubuntu 9.10 häufiger als Windows.

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7 Leserbriefe

  1. Naja, man kann sich auch viel Gut-reden, zum zocken geht das Teil ma garne.

  2. Dazu ist es glaube ich, auch nicht umbedingt gedacht – genauso könnte man sich ja beschweren, das man auf seiner Playsi keine Doktorarbeit anfertigen kann. :D

    Um ehrlich zu sein, so oft wie Computerspiele auf Windows abstürzen, nicht funktionieren etc., kann man im Vergleich zur Konsole sagen, Windows eignet sich mal garnicht zum zocken! ; )

    Ich muss persönlich aber auch sagen, dass ich Windows User bin, wegen des Zockens, hätt ich aber ne Playsi könnte ich auch gut drauf verzichten und würde denk ich mal umsteigen.

  3. Marvin T. Rabe

    @ Benni & René: Das Ubuntu nicht das perfekte Betriebssystem für Gamer ist liegt daran, dass die meisten Nutzer Windows haben und deshalb die Entwickler nicht Spiele speziell für Linux entwickeln. Würden mehr Leute es benutzen, würden auch mehr Spiele dafür existieren.

    @ René: Windows Spiele sind nicht stabil, weil die Entwickler nur beschränkt Zeit und Geld haben. Die Spiele für einen PC bekommt man auch ohne Probleme illegal aus dem Netz und daher ist das Etat für Computer-Spiel-Produktionen stark begrenzt.

  4. Da ich nicht zocke, vermisse ich nichts. Schon gar nicht die vielen Abstürze, das Installieren von TreiberInnen (Ubuntu hat im Gegensatz zu Win alle meine Geräte einfach erkannt)…

  5. @marvin
    Das stimmt, ist aber auch nur die halbe Wahrheit. Das Problem am PC ist auch das die Entwicklung mehr Geld kostet,das Teil muss nicht nur auf einem Gerät laufen(Playstation z.B.) sondern auf einer großen Bandbreite von Hardwarekonfigurationen. Weiterhin können sich durch viele verschiedene Hardwaretypen Fehler leichter einschleichen.
    Zummind. war ich bis jetzt der Meinung das es daran liegt^^

  6. Ubuntu könnte möglicherweise wie Windows, SuSE u.s.w. früher oder später immer mehr der ‘Mainstream-Krankheit’ erliegen und immer mehr gaaanz tolle, revolutionäre Ideen implementieren, die keiner mehr nachvollziehen kann. Ich träume immer noch von einem OS wie Windows XP, dem man die Intelligenz eines Power-Users eingeprägt hat; wo alles auf Zweckmäßigkeit ausgelegt ist und nicht ständig das Rad neu erfunden wird.

    Bzgl. Spiele auf Linux möchte ich auch nochmal ins Bewußtsein rücken, daß diese ‘Problematik’ mit toller neuer Grafik durch DirectX 10 und damit verbunden nötigem Umstieg auf Windows Vista bzw. 7 und völlige Unmöglichkeit auf Linux eine Illusion ist. OpenGL kann das auch alles. DirectX ist tatsächlich (mal wieder) ursprünglich aus OpenGL abgeleitet, also quasi Ideenklau á la Microsoft.

  7. Marvin T. Rabe

    @ Denker Hardyg: Allerdings entwickeln Spiele entwickler meist mit DirectX und nicht mit OpenGL… OpenGL Spiele laufen ohne Probleme auf Linux mit Wine

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